Inzwischen mehr als 30 Fallen aufgestellt
Gießen/Trebur. Nach dem Fund von fünf Japankäfern am Montag, 15. Juni, sind inzwischen mehr als 200 der invasiven Schädlinge in Trebur im Landkreis Groß-Gerau gefunden worden. Der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen setzt jetzt vor allem auf den Massenfang. Bereits in der vergangenen Woche waren zusätzliche Fallen aufgestellt worden, in dieser Woche dann noch weitere. Alles in allem sind es derzeit mehr als 30 Fallen, mit denen Jagd auf den Japankäfer gemacht wird. Die neuen Fallen wurden im Umkreis von 200 Metern um den Fundort von vergangener Woche aufgestellt. Alle 50 Meter steht jetzt eine. Dr. Christian Hillnhütter, Leiter des Pflanzenschutzdienstes, appelliert eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, Rasenflächen nicht zu bewässern. „Den Regen können wir leider nicht abstellen. Aber wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um die Vermehrung der Tiere zu unterbinden“, betont er. „Eine Erkenntnis der letzten Tage ist, dass in den Fallen in der Nähe von grünem Rasen sehr viele Käfer in die Falle gehen.“
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Absolventinnen und Absolventen geehrt
Eine chemische Bekämpfung der Japankäfer ist im Siedlungsgebiet, wo die Tiere gefunden wurden, keine Option. Daher bleibt aktuell vor allem der Massenfang. Parallel dazu wurden am Montag, 22. Juni, Bodenproben genommen. „Ziel ist, möglichst viele der Käfer zu fangen, bevor sie sich weiter vermehren und Eier ablegen können. Das machen sie in feuchten Rasenflächen. Daher ist es auch so wichtig, sich an das Bewässerungsverbot zu halten. Je weniger Wasser für den Rasen, desto besser ist es“, sagt Dr. Christian Hillnhütter. Ein großes Lob und ein dickes Dankeschön richtet er an die Bevölkerung. „Viele sind sehr kooperativ.“
Hintergrund
Warum ist der Japankäfer so gefährlich? Anders als zum Beispiel der Kartoffelkäfer frisst der Japankäfer nicht nur eine Pflanze, sondern hat mehr als 400 Pflanzen auf seinem Speiseplan. Dazu zählen auch Obstbäume, Mais oder Weinreben. Das macht ihn so gefährlich für unsere Natur, die Landwirtschaft, Garten- und Weinbau. Bei starkem Befall bleiben an den Pflanzen oft nur die Gerippe der Blätter zurück. Die Pflanzen werden stark geschwächt oder können absterben. Wie sehen die Tiere aus? Die Tiere sind in etwa so groß wie eine Kaffeebohne. Der Japankäfer hat einen metallisch glänzenden, grünen Kopf und braune Flügel. Sein besonderes Merkmal sind fünf weiße Haarbüschel an jeder Hinterleibsseite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs. Weitere Informationen rund um den Japankäfer gibt es auf der Internetseite des Pflanzenschutzdienstes unter https://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/pflanzengesundheit/amtliche-erhebungen/der-japankaefer-popillia-japonica/.

